BHP A/B mit Peter Hilbert am 26.04.2014

Bei besten Wetteraussichten machten wir uns am Samstag, dem 26.04.2014, Richtung Herzogenaurach auf den Weg. Begleithundeprüfung stand heute auf unserer „To-do-Liste“ und mein Djuke und ich waren schon sehr gespannt, mit welchem Ergebnis und welchen Erfahrungen wir heute wohl wieder nach Hause fahren werden…

Auf dem Platz des Schäferhundevereins Herzogenaurach trafen sich um 8:30 Uhr 12 Hundegespanne mit doch etwas angespannten und mehr oder weniger aufgeregten Hundeführern, bestehend aus zwei Flat-Coated, vier Labrador und 6 Golden Retrievern.

Nachdem sich vor dem Beginn auf dem sehr idyllischen Platz, umrahmt von einem Wald, einer Kleewiese mit genialem Geruchsfeld und auf der anderen Seite der Herzogenauracher Golfplatz auch noch der verspätete Osterhase die Ehre gab, konnten die „Spiele“ beginnen.

Nach den einleitenden Worten der Sonderleiterin Ulrike Kulig übergab sie das Wort an unseren Prüfungsleiter Peter Hilbert. Mit der Ruhe und Gelassenheit des erfahrenen Prüfers erläuterte er den Ablauf der BHP, appellierte an die Fairness aller Teilnehmer, nicht zu stören bzw. mit den Hunden außerhalb des Platzes Ablenkung und erschwerte Bedingungen für das gerade zu prüfenden Team zu verursachen.

Und dann ging es schon los: Peter ließ jedem Prüfungsteam die Möglichkeit, sich auf dem Platz „warm“ zu laufen und selbst zu bestimmen, wenn es starten will. Das erste Team begann, zeigte die Leinenführigkeit und Unbefangenheit in der Menschengruppe, dann die Freifolge zuerst in der Menschengruppe, anschließend über den Platz, die Sitz-Übung mit dem Abrufen, dann Platz aus der Bewegung. Alle Gespanne zeigten hier ganz ordentliche Leistungen. Es folgte das Ablegen unter Ablenkung. Peter Hilbert wies dazu einen Platz bei einer Holzhürde aus, der trotz immer stärker werdender Sonneneinstrahlung immer noch etwas Schatten bot, wenn man nicht vor lauter Nervosität dies nicht umsetzen konnte. Einem Golden-Rüden war die Minute in der prallen Sonne dann doch etwas zu lang. Er stand mal auf, blieb aber auf seinem Platz. Tja in solchen Momenten wird eine Minute zu einer Ewigkeit.  Einer Golden-Hündin war der von ihrer Hundeführerin zugewiesene Platz  ebenfalls zu sonnig und sie parkte sich ganz entspannt mal unter die Hürde in den kompletten Schatten um… No comments – na wenn Frauchen so gestresst ist!

Es folgte die Apportierübung, die jeder Hund prima meisterte, gleich im Anschluss wartete unser V1, Heiko David, mit dem Schuss. Diese Übung beendete den Teil A.

Alle 7 Rüden und 5 Hündinnen meisterten den Teil A. Eine Hündin erreichte die erforderte Punktzahl nicht, um im B-Teil starten zu können.

 

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann in die Innenstadt von Herzogenaurach, um den B-Teil zu absolvieren. Hier hatte sich unser Prüfungsleiter Peter wieder einige Überraschungen ausgedacht. Er instruierte drei männliche Begleitpersonen, sich auf dem abgelegenen Teil eines Parkplatzes so richtig interessant zu machen. Sie sollten schreien, rufen, einfach den Hund heranlocken.  Jedes Prüfungsteam ging mit Peter an der Seite auf den Platz, es wurde der Hund in den Freilauf gegeben und die Jungs machten ihre Sache so perfekt, dass jeder Hund mit Freude auf die Gruppe zulief. Auf Kommando vom Prüfungsleiter sollte dann der Hund zurückgerufen werden. Einer Labbi-Hündin war dieser Männerauflauf etwas suspekt, konnte sie kaum glauben, dass sie diejenige ist, denen das Jubilieren und Rufen gilt. Jedoch nach spezieller Aufforderung von Peter ging auch sie dann freudig auf die Jungs zu.

Jeder Hund meistere diese Aufgabe perfekt und man merkte, dass sich die Aufregung, die mit dem B-Teil verbunden war, relativ schnell verflog. Doch was sollte nun kommen?

Wir gingen alle unserer Sonderleiterin und unserem Prüfer hinterher. An einer Bushaltestelle fiel unserem Peter nichts Besseres ein, als den Busfahrer des geparkten Busses zu fragen, ob er vielleicht eine Hunde-Sonderfahrt einschieben könnte. Der Busfahrer unterlag dem Charme unseres Prüfers und ließ uns einsteigen. Es folgte eine Exklusiv-Fahrt für die DRC-BHP-Gruppe! Ein Traum, alle Hunde waren trotz des warmen Wetters und der Schwüle im Bus ziemlich entspannt  bei der Fahrt ums „Eck“.

Was sollte noch kommen? Der nächste Stopp war eine Parkbankgruppe mit Brunnen, direkt an einem Kreisverkehr. Samstagnachmittag, bestes Wetter, es war richtig was los.

Unsere Hunde freuten sich ob der Einlage mit dem kühlen Nass. Doch es folgten bereits die Instruktionen für die nächste Aufgabe, die da lautete:  Der Hundeführer soll mit seinem Hund die Straße überqueren. Vor der Polizeistelle, an dem Polizeischild wird der Hund angeleint abgelegt, der Hundeführer geht um den Kreisverkehr rum, zu einer Eisdiele, mit dem Auftrag, ein Hundeeis zu holen. Währenddessen gehen unter strenger Beobachtung des Prüfers vier teilnehmende Hundeteams nacheinander an dem abgelegten Hund vorbei. Der Hundeführer kommt eisschleckend wieder zu seinem Hund zurück und sollte das leckere Eis mit ihm teilen. Auch hier zeigte sich, dass unsere Hunde sehr gelassen und entspannt ein gutes Verhältnis und Vertrauen zu ihren Hundeführern besitzen und deshalb alles perfekt gemeistert haben.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz liefen wir durch die Fußgängerzone, die natürlich wieder von Peter Hilbert etwas „aufgepeppt“ wurde. Mussten doch die männlichen Begleiter auch hier wieder ran. So ging dann jedes Prüfungsgespann an dem netten Mann mit dem flatternden Mantel, an dem Mann, der Wasser aus dem Brunnen spritze und dem netten Menschen, der es sich auf der Parkbank gemütlich gemacht hat, vorbei.

Es folgte die letzte Aufgabe: Wir gingen wieder zu unserem Parkplatz zurück. Jetzt war dann warten angesagt. Jedes Team wurde nacheinander gearbeitet, aber keiner wusste, bis er dran war, was wohl kommen mag.

Als ich mit meinem Djuke zur letzten Aufgabe schritt, war ich schon sehr gespannt. Peter sagte mir, dass jetzt die Entscheidung fallen wird.

Djuke und ich standen umkreist von vier strahlenden Gesichtern. Ich musste zuerst Fragen beantworten, wieviel Eis ich und wieviel mein Hund gegessen hat?? Viele Fragezeichen leuchteten bei mir auf!!! Dann kam das Würstchen ins Spiel. Der Mann von Claudia verstand es, mit dem Würstchen die Om-Übung zu zelebrieren. Djuke war schon ganz benebelt von dem leckeren Würstchen-Geruch. Dann wurde dieses auch noch auf Hundehöhe zwischen den Beinen rumjongliert. Nee, das war noch nicht alles, auch ich musste dieses Würstchen-Orakel fabrizieren, auch zwischen den Beinen durch, bis dann von Peter der Abschluss und somit auch der B-Teil geschafft war. Djuke bellte vor Freude, endlich das Würstchen fressen zu dürfen. Glücklich und befreit von allen Anforderungen konnten wir den Ort des Geschehens verlassen. Jetzt hieß es noch auf alle anderen Teilnehmer warten.

Gegen 15 Uhr waren dann alle durch und wir fuhren im Konvoi nach Dondörflein ins Gasthaus Schuh. In entspannter Atmosphäre waren alle Teilnehmer froh, es gut bestanden zu haben.

Ein ganz ganz großer Dank an unsere Sonderleiterin Ulli. Es war alles perfekt organisiert, Kaffee, Kuchen und Semmeln echt prima! Danke an unseren V1, Heiko David, für das Schießen und die Unterstützung!

Lieber Peter, vielen Dank für das faire Prüfen und Bewerten. Aus jedem Mensch-Hunde-Team verstehst du das optimale Ergebnis herauszukitzeln und gibst noch gute Ratschläge mit auf den Weg. Ein Tag mit vielen Erlebnissen. Ich wünsche allen Teilnehmern auf diesem Weg noch alles Gute, viel Erfolg bei der weiteren Arbeit mit ihrem Vierbeiner. Danke auch an Angelika Sichert, die sich viel Mühe gegeben hat, uns für diese Prüfung vorzubereiten.

Petra Eibl mit Digger Djuke

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