Dummyseminar A mit Birgitta Staflund-Wiberg am 09.10.2012 in Allersberg

shapeimage_2Am 09.Oktober war es endlich soweit. Mein erstes Dummyseminar für Anfänger mit Birgitta Straflund-Wiberg. Wir trafen uns um 9.00 Uhr in Allersberg. Trotz des schlechten, regnerischen Wetters war die Stimmung unter den Seminarteilnehmern  bestens.  Insgesamt waren wir zu neunt, 6 Labrador, 1 Flat und 2 Golden Retriever.

Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, begrüßte uns Frau Staflund-Wiberg  und stelle sich vor. Dabei erzählte sie uns, dass sie seit über 30 Jahren Retriever züchtet und diese als Gundogs für die Jagd und für Field Trials ausbildet. Danach forderte sie die Teilnehmer auf, sich und ihre Hunde kurz vorzustellen. Dabei sollten spezifisch etwaige Probleme mit den Hunden und Erwartungen an das Seminar angesprochen werden.

shapeimage_3Frau Staflund-Wiberg kündigte uns an, dass es in diesem Seminar sehr viel um die Basics gehen wird, da man nur bei entsprechendem Grundgehorsam des Hundes erfolgreich sein kann. Bevor wir mit unserer ersten Aufgabe begannen, sorgte Frau Staflund-Wiberg erst einmal dafür, dass jeder Hund eine geeignete Leine hatte. Sie klärte uns darüber auf, dass es beim Führen eines Gundogs  wichtig ist eine dünne, nicht zu lange Moxonleine zu haben, um den Hund besser lenken zu können.

Und los ging‘s! Alle Teams machten sich auf den Weg, die Hunde im Beifuss, vom Parkplatz im Wald zu einer nahegelegenen Lichtung und blieben in einer Reihe mit einigen Metern Abstand zum nächsten Team stehen.  Dort angekommen, begannen wir mit der ersten Übung. Frau Staflund-Wiberg nannte sie‘ waiting for nothing‘ oder auf Deutsch `warten auf nichts´. Die Teilnehmer wurden aufgefordert ihren Hunden das Sitzkommando zu geben und sich dann von ihnen zu entfernen. Sobald ein Hund anfing die Sitzposition zu verlassen, sollte der jeweilige Besitzer zu seinem Hunde gehen und ihn wieder in die Ausgangsposition bringen.  Diese Übung diente dazu die Hunde zu relaxen. Frau Staflund-Wiberg meinte, dass man dieses Ritual auch gut zwischendurch zu Hause exerzieren kann, in dem man dem Hund einen Platz zuweist, sich dann entfernt, um zum Beispiel ein Buch zu lesen.

shapeimage_4Nachdem die Hunde in der Waiting-for-Nothing-Position mehr oder weniger einige Minuten verweilt hatten, ging es weiter mit der nächsten Aufgabe, dem  Simulieren einer Entenjagd. Dazu drückte Frau Staflund-Wiberg nacheinander  jedem Hundebesitzer ihren Zielstock in die Hand, den dieser dann wie eine Flinte behandeln sollte. Der Hund wurde abgeleint und sollte im freien Beifuß neben seinem Besitzer gehen. Sobald Frau Staflund-Wiberg das Wort‘ bird‘ rief, sollte der vermeindliche Entenjäger stehen bleiben, der Hund sich sofort unaufgefordert setzen und der Hundeführer dann mit dem  Zielstock, alias der Flinte, die imaginäre Ente anvisieren und diese dann erlegen. Frau Staflund-Wiberg betonte, dass es bei der Jagd unerlässlich ist, einen frei Beifuß folgenden Gundog zu haben, der simultan mit seinem Führer ohne Kommando stehen bleibt und dann ruhig abwartet, bis er zum Apportieren der Ente(n) geschickt wird.

Es folgten noch viele weitere spannende und sehr lehrreiche Aufgaben. Am Ende des Seminars besprachen wir noch mal die wichtigsten Highlights, was wir gelernt haben und wie wir weiter mit unseren Hunden trainieren sollen.  Es war ein toller Tag mit netten Menschen, tollen Hunden und einer kompetenten Trainerin, die das Potential aller Hunde erkannte und es mit ihrer direkten aber humorvollen Art verstand, auch dem anderen Ende der Leine klarzumachen, wie man ein besserer Hundeführer sein kann. Ich freue schon auf weitere Seminare mit Frau Staflund-Wiberg. Unsere Bezirksgruppe hat sie bereits für nächstes Frühjahr eingeladen.

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