Wesenstest am 06.04./07.04.2013 in Herzogenaurach mit Klaus Karrenberg

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Am Samstag, den 06.04.2013 war es so weit: Der Tag des Wesenstests mit Klaus Karrenberg war gekommen. Der Test fand auf dem Gelände des SV Herzogenaurach statt, welches sehr abseits am Waldrand gelegen ist. Ab 08:30 Uhr konnte man seinen Hund bei der Sonderleitung Claudia David anmelden. Für die Meldung mussten die Original-Ahnentafel, das Leistungsheft (wenn vorhanden), ein gültiger Impfpass und ein Versicherungsnachweis vorgelegt werden. Die Starterliste mit der Startreihenfolge wurde den Teilnehmern bereits vorab per Email zugesandt.

Für diesen Prüfungstag waren 8 Hunde gemeldet. Nachdem alle Führer ihre Hunde bei der Sonderleitung gemeldet hatten, hat der 1. Vorsitzende der Bezirksgruppe Franken, Heiko David, das Wort ergriffen und alle Teilnehmer, die Sonderleitung sowie die Helfer und Herrn Karrenberg herzlich Willkommen geheißen. Nach dieser kurzen Ansprache hat sich Klaus Karrenberg kurz vorgestellt und den Herrchen und Frauchen ein paar wesentliche Informationen zum Wesenstest mitgeteilt. Unter anderem, dass er keine Hunde prüfen darf die krank oder verletzt sind sowie läufige Hündinnen. Alle Teilnehmer waren erleichtert als er sagte, dass alle entspannt an die Sache heran gehen sollen, es werden ja nun mal die Hunde geprüft und nicht Herrchen und Frauchen. Dann ging es mit der eigentlichen Prüfung los.

Vor jedem Test wurde zuerst der Hundeführer über den Hund befragt, z.B. wann man den Hund vom Züchter übernommen hat, ob der Hund Verhaltensauffälligkeiten zeigt, wie viele Personen in dem Haushalt mit dem Hund zusammen leben etc.

Die erste Disziplin war der Spaziergang. Hier mussten der Hundeführer und sein Hund einen alltäglichen Spaziergang mit verschiedenen Richtungswechseln simulieren.

Als nächstes ging es mit dem Teil „Spielverhalten“ weiter. Um dieses beurteilen zu können, musste der Hund durch seinen Besitzer zum Spiel aufgefordert werden, danach hat dann eine fremde Frau und im Anschluss daran ein fremder Mann mit dem Hund gespielt.

Eine weitere Disziplin war, dass der Hundeführer seinem Hund einen Tennisball werfen und der Hund den Ball ohne ein Kommando apportieren sollte. Hier hat man sehr schön die unterschiedlichen Verhaltensweisen der einzelnen Hunde sehen können. Manche Hunde wollten den Ball so gar nicht mehr hergeben und andere liefen sofort mit der Beute freudig zum Hundeführer zurück.

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Im Anschluss an die Apportierübung kam das Zerr-Spiel, der Hundeführer musste hierbei seinen Hund zum Zerren an einem alten Handtuch animieren. Danach hat dies Richter Karrenberg mit dem Hund wiederholt.

Es wurde das Verhalten der Hunde in der sog. „Fussgängerzone“ geprüft, wenn sich „sein“ Mensch durch eine Ansammlung von fremden Menschen bewegt. Hier sind einige Hunde eilig ihrem Herrchen hinterher, andere sind zu den umherwandernden Menschen hin und haben nach Leckerchen gesucht. Auch bei dieser Übung konnte man gut sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Charaktere der Hunde sind.

Auch musste in einem Test der Hund vom Hundeführer in eine liegende Position gebracht werden und vorsichtig auf die Seite bewegt werden. Sobald der Hund sich in der seitlich-liegenden Position befand, ist Herr Karrenberg an den Hund heran getreten, um ihn kurz in dieser Position zu halten. Dies ist alles sehr sanft und auf den Charakter des Hundes abgestimmt abgelaufen ohne den Hund unter Stress zu setzen. Manche Hunde haben es sich freudig gefallen lassen, andere wiederum haben spielerisch versucht sich dieser Position zu entziehen.

Eine weitere interessante Übung war das Laufen durch einen Menschenkorridor der sich, hatten der Hundeführer und sein Hund die Mitte des Korridors erreicht, zu einem Kreis um die Beiden geschlossen hat. Auch hier wurde der Hund ohne große Kommandos dirigiert. Nach einigen Sekunden hat dann der Besitzer den Menschenkreis verlassen, so dass der Hund alleine verharren musste. Viele Hunde haben einen Ausgang aus dem Kreis gesucht, andere wiederum haben den nahen Kontakt zu den fremden Menschen sichtlich genossen. Nach ein paar weiteren Sekunden wurde der Kreis dann geöffnet, so dass der Hund zu seinem Herrchen oder Frauchen zurückkehren konnte.

Die Prüfung der Schussfestigkeit der Hunde war auch Teil des Wesenstests. Hierbei sollte der Hundeführer mit seinem Hund, der sich frei neben ihm bewegte, auf den Helfer mit der Waffe zulaufen. Es wurden drei Schüsse abgegeben, hierbei hatte keiner der geprüften Hunde an diesem Tag Probleme.

Als letzte Disziplin folgte dann der „Abenteuer-Spaziergang“, hier wurden die Hunde unterschiedlichsten Reizen ausgesetzt und durften ihrem Besitzer frei folgen. Zu Beginn musste der Hund über eine Plane laufen, die mit flatterndem Absperrband überspannt war unter dem der Hund durch laufen musste.Anschließend lauerte ein Helfer mit einem großen Müllsack, gefüllt mit leeren Metalldosen, die er rappeln lies, sobald der Hundeführer mit seinem Hund vorbei lief. Die nächste Station war ein weiterer Helfer der mit einer Glocke und einer Hupe ausgestattet war, die betätigt wurden sobald das Gespann in die Nähe kam.

Zuletzt auf diesem Parcour war der Bär. Hier mussten sich der Hundeführer und sein Hund dem Richter nähern, der einen großen Plüschbären mit dem Rücken zu den beiden hielt. Kurz bevor der Hund bei dem Bären angekommen war hat Herr Karrenberg das Kuscheltier umgedreht, dass der Hund die großen Augen des Bären sehen konnte. Bei dieser Übung sind einige Hunde zurückgeschreckt. Aber auch wenn die Hunde sich erschreckt haben, durfte der Besitzer seinem Hund in Ruhe erneut das Stofftier zeigen und ihm die Angst nehmen. Nur zwei der acht Hunde an diesem Tag sind sofort freudig auf den Bären zugestürmt, die anderen haben erst einmal Reißaus genommen.


IMG_6981An diesem Prüfungstag haben drei der sechs Retrieverrassen an dem Wesenstest teilgenommen, der Golden Retriever, der Flat-Coated Retriever und der Labrador Retriever. 
Klaus Karrenberg hat diesen Prüfungstag sehr sympathisch, freundlich und auch mit vielen Späßen zu einem Erlebnis gemacht. Auch ist es bei allen Teilnehmern sehr gut angekommen, dass er sich für jeden der Hunde sehr viel Zeit genommen hat und die Fragen der Besitzer beantwortet hat. Jedes Frauchen und Herrchen hat sogar noch Tipps von Herrn Karrenberg zum Training oder zum Wesen seines oder ihres Hundes bekommen. Nach jedem Prüfungsdurchlauf hat der Prüfer ein genaues Profil des getesteten Hundes erstellt, das für Jeden gut nachvollziehbar war.

Die Sonderleitung hat diesen Tag nicht nur gut organisiert, sondern auch für das leibliche Wohl der Hundebesitzer und Hundebesitzerinnen gesorgt, so standen Kuchen und Muffins sowie warme und kalte Getränke für alle bereit. Die Stimmung der Teilnehmer war sehr gut, natürlich erst recht nachdem alle der acht gemeldeten Hunde bestanden hatten. Alles in allem war es zwar ein sehr kalter, aber ein sehr gelungener Tag. Herzlichen Dank an Herrn Klaus Karrenberg und die Organisatoren des Wesenstests.

Miriam Schulten mit EJ. FOREVER TOGETHER OF SUNNY MOUNTAINS

 

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